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I've Got Wheels of Vegan Cake

Mittwoch

23

April 2014

10

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Vegan Wednesday Nr. 87

Veganer_innen müssen viele Fragen beantworten. Und leider immer die gleichen. Meistens werde ich zuerst gefragt, was ich alles nicht esse. Und dann kommt immer: “Aber was kannst du denn dann überhaupt essen? Gemüse?” Ich weiß ja, dass die Frage nicht böse gemeint ist, denn viele Leute um mich herum können sich wirklich nicht vorstellen, was man noch essen kann, wenn man vegan lebt. Was tut man sich aufs Brot? Was kann man kochen? Wohin geht man essen? Seit einer ganzen Weile schon versuchen ein paar Blogger_innen diese Frage mit dem Vegan Wednesday zu beantworten. Blogeinträge über veganes Alltagsessen werden gesammelt und gepinnt, so dass man sich ein Bild von der Vielfalt veganen Essens machen kann. Ich finde diese Idee sehr gut, weil man so nicht nur zeigen kann, das Veganer_innen genug zu Essen bekommen, sondern auch dass sie kreativ sind und sich außerdem alle noch sehr unterschiedlich ernähren. Deshalb mache ich diesmal auch mit und habe letzte Woche einen Tag lang fotografiert, was ich so gegessen habe. Ich gebe gerne zu, das war ein Tag, an dem ich Zeit hatte, mein Essen schön anzurichten und noch 70 Fotos zu machen, bevor ich es endlich gegessen habe. Nächstes mal fotografiere ich dann alles in der Tupperdose…

vegan wednesday

Ich esse in der Woche immer das Gleiche: Haferflocken mit Sojamilch, Leinsamen und Obst, dazu oft Tee. Davor gibt es einen Kaffee auf nüchternen Magen. Den muss man aber ja nicht fotografieren.

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Grüne Smoothies sinf für viele ein Klischee. Für manche der Inbegriff einer gesunden Lebensweise, für andere fester Bestandteil einer veganen Lebensweise. Ich persönlich finde es gut, dass man so eine große Portion Obst und Gemüse zu sich nehmen kann. Satt machen sie ja meistens nicht, weshalb ich sie gerne zwischen Frühstück und Mittagessen trinke. In diesem Smoothie: Apfel, Birne, Orangensaft, gefrorener Grünkohl.

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Für ein schnelles Mittagessen habe ich mir ein paar Brote geschmiert. Früher habe ich Käsebrote geliebt, aber die esse ich jetzt vielleicht einmal im Jahr. Die meisten veganen Käsesorten schmecken mir nicht. Letzte Woche habe ich einen veganen Cheddar ausprobiert. Zunächst fand ich ihn nicht sehr toll. Schmeckte nur ein bisschen nach Margarine, fand ich. Auf dem Käsebrot machte er sich aber ganz gut und diente dort als Butter und Käseersatz zugleich. Schmeckte ein bisschen nach Butterkäse. Außerdem auf dem Brot: Hummus und Kresse.

cheese sandwich

Nachmittags gab es einen zweiten Kaffee und einen Streuselmuffin. Das Rezept dafür hier ist schon seit 2007 hier auf dem Blog. Ich habe mir vorgenommen, die Backrezepte, die mit Margarine gemacht sind, zu ändern und so habe ich die Muffins diesmal mit Kokosfett gemacht, das Rezept aktualisiert und auch ein neues Foto gemacht.

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Abends gab es einen Paprikaeintopf mit Kichererbsen und Sojaschnetzeln, die ich neulich wieder für mich entdeckt habe. Unsere Tagesmutter wollte eine bestimmte Größe, konnte die aber nicht in ihrem Supermarkt finden. Also habe ich ein paar Tüten im Bioladen gekauft. Ich esse Sojaschnetzel am liebsten in Suppen und Eintöpfen und da wir auch noch ein paar Paprikaschoten hatten, habe ich diesen schnellen Eintopf gemacht.

TVP, chickpea, and red pepper stew.

Rezept

Paprikaeintopf mit Sojaschnetzeln und Kichererbsen

50 g große Sojaschnetzel
250 ml kochendes Wasser
1 EL Öl
1 große Zwiebel, gewürfelt
1 TL Kreuzkümmelsamen
3-4 Knoblauchzehen, gehackt
4 mittelgroße rote Paprikaschoten
1 Dose Kichererbsen (400 g)
1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
500 ml Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Koriandergrün, Srirachasauce und Reis zum Anrichten

TVP in eine kleine Schüssel geben und mit der heißen Brühe übergießen. 30 Minuten ziehen lassen, dabei gelegentlich rühren.

Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln und Kreuzkümmel anbraten, dann Knoblauch dazugeben.

Die Paprikaschoten würfeln und pürieren. Zusammen mit den Kichererbsen, Tomaten und der Gemüsebrühe zu den Zwiebel geben. Sojaschnetzel dazugeben und ca. 20-30 Minuten kochen. Dann mit Salz, Pfeffer und Sriracha abschmecken. Mit Koriander und Reis servieren.

Tipp: Man kann die Sojaschnetzel auch weglassen oder durch eine weitere Dose Bohnen (z. B. Kidneybohnen) ersetzen.

Einen schönen Mittwoch!

Freitag

18

April 2014

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Osterkranz mit Nussfüllung

Easter wreath

Dieses Jahr wollte ich einen ganz toll geflochtenen Osterkranz machen. Der sollte ungefähr so aussehen. Leider hat das überhaupt nicht geklappt. Dafür ist mein Kranz mit aromatischen Pistazien gefüllt und wir haben ein Stück nach dem anderen gegessen. Also pfeiffen wir mal aufs Aussehen.

Süßer Hefeteig wird oft mit Eiern gemacht, die dem Teig Struktur geben. Für ein ähnliches Ergebnis kann man die Eier aber auch weglassen und mehr Wasser nehmen. Dieser Teig ist beim ersten Zusammenrühren sehr klebrig. Da sich die Glutenstränge erst in Verbindung mit Wasser bilden können, verbessert sich seine Struktur aber während der Gehzeit deutlich. Auch wenn es Euch merkwürdig vorkommt, bitte kein zusätzliches Mehl in den Teig geben.

Die Pistazienfüllung habe ich mit Hilfe von gerösteten und gesalzenen Pistazien in der Schale gemacht. 400 g (2 Packungen) ergeben ungefähr 150 g geschälte Pistazien. Diese über Nacht in Wasser einweichen, damit sich das Salz löst. Dann gründlich abspülen.

Rezept

Osterkranz mit Pistazien

Für den Teig:
270 ml Sojamilch
65 g Zucker
55 g Kokosfett
420 g Mehl
2 TL Trockenhefe
1/2 TL Salz

Für die Füllung:
150 g geschälte Pistazien
150 g blanchierte Mandeln
100 g Zucker

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Für den Teig Sojamilch, Zucker und Kokosfett in einen kleinen Topf geben. Erwärmen, so dass das Kokosfett schmilzt. Dann auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Mehl, Hefe und Salz in eine Schüssel geben und gut mischen. Flüssige Zutaten dazugeben und alles mit einem Kochlöffel gut verrühren. Alle Zutaten sollten gut untergerührt sein. (Bild  1) Der Teig ist zu diesem Zeitpunkt sehr klebrig, aber das macht nichts. Mit einem feuchten Küchentuch abdecken und 45-60 Minuten gehen lassen, bis sich die Größe des Teiges ungefähr verdoppelt hat.

Nun die Füllung zubereiten: Pistazien und Mandeln in die Küchenmaschine geben und mahlen. Weil die Pistazien nass sind, geht das natürlich nicht ganz so gut und das Ergebnis sollte eine klebrige Masse sein. Sie wird vermutlich nicht gleichmäßig sein, Nusstückchen sind aber kein Problem. Mit dem Zucker mischen und beiseite stellen.

Ofen auf 160°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche legen und ein bis zwei Minuten kneten. Der Teig sollte nun nicht mehr klebrig, sondern fest und elastisch sein. Zu einem dünnen Rechteck ausrollen. (60 x 30 cm) Dies wird eine Weile dauern und man sollte zwischendurch ein paar Pausen von 1-2 Minuten einlegen damit sich der Teig kurz entspannen kann. Danach sollte das Ausrollen wieder besser klappen.

Jetzt die Füllung gleichmäßig auf dem Teig verteilen und an jeder Seite einen kleinen Rand lassen. (Bild 2) Danach den Teig von der langen Seite her aufrollen. (Bild 3) Die Enden unterschlagen und andrücken. Jetzt die Teigrolle mit einem scharfen Messer der Länge nach aufschneiden. Hier habe ich den entscheidenden Fehler gemacht: Ich dachte, es sei eine gute Idee, die Enden nicht aufzuschneiden. (Bild 4). Das hat dann aber die korrekte Verzwirbelung des Teigs verhindert, bei der die aufgeschnittene Seite immer nach außen gucken sollte. Bei mir war sie größtenteils eingedreht. (Bild 5) (Hier findet man eine gute Anleitung zum richtigen Aufrollen.

Nachdem die aufgeschnittenen Enden schön miteinander verflochten sind, formt man das ganze zu einem Kranz und achtet darauf, dass die Enden gut miteinander verbunden sind. (Bild 6). Auf das Backblech geben und nochmal abgedeckt 45 Minuten gehen lassen. Dann ca. 60 Minuten backen. Der Kranz bräunt etwas  zu schnell, deshalb gelegentlich nachschauen. Ich habe nach ca. 30 Minten Aluminiumfolie darübergelegt.

Vor dem servieren auskühlen lassen.

Frohe Ostern!

happy holidays

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