seitan is my motor

I've Got Wheels of Vegan Cake

Montag

14

April 2014

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Stroopwafel-Knuspermüsli

granola

Wenn ich als Kind morgens in die Küche kam, saß meine Mutter meistens hinter der Zeitung. Egal was ich dann zu ihr sagte, ihre Antwort war immer: “Lass mich erst meinen Kaffee trinken.” Und dann Stille. Ich habe es zwar nie aufgegeben und immer wieder versucht, sie hinter ihrer Zeitungswand hervorzulocken, aber immer vergeblich. Und ich kann mich bis heute an meine Verwunderung und mein Unverständnis erinnern. Ich konnte schließlich auch ohne Kaffee mit ihr reden.

Heute verstehe ich sie. Denn jeden Morgen schmeißt mich der Wecker viel zu früh aus dem Bett und während ich noch im Halbschlaf bin, läuft irgendwie automatisch ab: Aufstehen, Kind anziehen und dann alle raus aus der Bude. Nur ich bleibe sitzen und starre ein bisschen in der Küche herum bis der Kaffee fertig ist.

Manchmal ist das Herumstarren eine gute Sache, denn neulich ist mir eine Packung Stroopwafels (Sirupwafeln) aufgefallen. Ich erinnerte mich, dass ich die immer schon mal selbermachen wollte. Allerdings ist das dafür notwendige Eisen schwer aufzutreiben oder besser gesagt, wenn man so etwas nur ein bis zwei Mal im Jahr benutzt, muss man es wirklich nicht kaufen. Ich dachte darüber nach, ob man die Waffeln auch im Ofen machen kann. Aber das würde wohl nicht so gut klappen. Beim Stichwort “Ofen” hatte ich dann aber eine ganz andere Idee. Knuspermüsli im Ofen machen und einfach ein paar Waffeln daruntermischen. Das habe ich dann auch bald gemacht und diese süße Flocken- und Samenmischung ist mein neues Lieblingsfrühstück geworden. Das Müsli ist nicht übertrieben süß und die Süße wird zudem gut ausgeglichen durch verschiedene Röstaromen und eine ordentliche Prise Zimt.

Tipp: Natürlich kann man einige Zutaten dieses Rezepts durch andere ersetzen: statt der Haselnüsse kann man Mandeln nehmen, die Chiasamen durch Leinsamen ersetzen, die Haselnussbutter durch eine andere Nussbutter usw.

Stroopwafel-Knuspermüsli

400 g Haferflocken
70 g Haselnüsse, grob gehackt
40 g (4 EL) Chiasamen
45 g (4 EL) Sonnenblumenkerne
146 g (5 Stück) Stroopwafels (Sirupwaffeln z. B.von de Rit im Bioladen), grob gehackt
55 g (4 EL) brauner Zucker
85 g (4 EL) Agavendicksaft
60 g (4 EL Haselnussbutter)
1 EL Öl
1 TL Zimt
1/4 TL Salz

Ofen auf 180°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Alle Zutaten gut verrühren und gleichmäßig auf dem Blech verteilen. 15-18 Minuten backen. Dabei ein bis zwei Mal durchrühren. Vollständig abkühlen lassen und in einen gut verschließbaren Glasbehälter füllen.

Freitag

4

April 2014

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Veganismus 1.0 vs. Veganismus 2.0 Dogmatismus vs. Spaß?

Ich wohne in Dresden und wie in den meisten Städten gibt es auch hier ein Stadtmagazin. Das kaufen wir selten aber gestern stach uns die aktuelle Ausgabe ins Auge. Der Titel lautete “Da haben wir den Salat. Vegetarisches und veganes Leben in Dresden.” Was für ein toller Titel, was für eine Entwicklung, habe ich gedacht. Denn als ich vor 7 Jahren im April (yay, Bloggeburtstag! Yay, Jahrestag!) Veganerin wurde, hätte man sich einen solchen Titel nicht vorstellen können. Denn da gab es fast nichts für uns Veganer_innen. Zumindest nicht, wenn man ausgehen wollte. Zu Hause war natürlich alles kein Problem, Gemüse, Bohnen, Obst und Getreide gibt es immer. In dem Heftbeitrag zum Thema Veganismus/Vegetarismus wird dann auch beschrieben, wie es so war in der Anfangszeit, die weit vor meiner Zeit als Veganerin begann. Als die Leute wirklich noch alles selber machen mussten, weil es nicht mal vegane Aufstriche zu kaufen gab, ihnen das aber egal war, sie haben einfach alles selber gemacht. (Das ist übrigens auch etwas, was ich am Veganismus immer sehr gut fand. Zu lernen, wie man sein Essen und andere Dinge selber macht, statt sich auf fertige Produkte zu verlassen.)  Heute ist das anscheinend nicht mehr so. Denn auf der nächsten Seite des Stadtmagazins kann man ein Interview mit einem Veganer lesen, der vegane Produkte im Internet verkauft. Er erzählt von den Produkten, die es bei ihm gibt. Unter anderem empfiehlt er bestimmte Kochbücher und lobt den Autor dieser Bücher, weil bei diesem der Spaß am Veganismus im Vordergund stehe. Ok, mir macht Veganismus auch Spaß, denke ich. Aber dann geht es unerwartet weiter: Es werden zwei Kategorien von Veganer_innen auf gemacht: Die sogenannten Altveganer und Dogmatiker, denen es wichtig sei, das keine Tiere getötet werden. Das sei Veganismus 1.0. Bei Veganismus 2.0 stehe dagegen das “tolle Lebensgefühl”  im Zentrum.

Dass Veganer_innen als “Dogmatiker_innen”, “Extremist_innen” oder “Spinner_innen” beschimpft werden ist nichts Neues und mir auch schon gelegentlich passiert. Viele Leute haben Angst vor uns, bekommen in unserer Gegenwart ein schlechtes Gewissen, wollen sich nicht mit der Thematik auseinandersetzen oder vielleicht auch nur ihr Steak essen. Das verstehe ich auch, denn ich will ja auch nicht für meine Essgewohnheiten kritisiert werden. Dass wir nun aber auch von anderen Veganer_innen als “Dogmatiker” bezeichnet werden, weil wir keine Tiere töten wollen, muss doch wohl ein Aprilscherz sein? Gerade andere Veganer_innen müssten unsere Motivation doch verstehen? Gerade sie kennen doch unsere Argumente?

Nein, ich glaube sie verstehen uns nicht. Sie wollen uns nicht verstehen. Beim weiteren Lesen wurde mir das immer klarer. Es wurde darauf verwiesen, dass die “meisten Krankheiten” auf falsche Ernährung zurückzuführen seien und der Interviewte spricht vom Kollaps des “Krankensystems” [sic], der uns bevorstehe. Man könne in Zukunft doch wohl nicht erwarten, dass jemand für den Diabetes des Anderen bezahle? Der sei ja schließlich selbstverschuldet? Kann man nicht erwarten? (Ich würde es übrigens begrüßen, wenn wir in den Kommentaren nicht in dieser Weise über das Thema “Wohlstandskrankheiten” sprechen. Jeder Kommentar à la “Die sind doch selber schuld, wenn sie Diabetes, Krebs oder Adipositas kriegen, wird gelöscht.) Ich dachte immer, dass sei der Kern, Sinn und Zweck einer Solidargemeinschaft? Zahl ich dann, wenn ich auf dem Dorf lebe, auch nicht mehr für die Städter, die aufgrund von Feinstaubbelastung sterben? Als Fahradfaher_in nicht für Menschen, die einen Autounfall hatten? Oder als Kinderlose nicht mehr für den Kreissaalaufenthalt der Mutter? Denn so eine Geburt ist ja schließlich auch selbstverschuldet…Ja, tut mir leid, das ist sarkastisch. Aber es zeigt, wie komplexe Zusammenhänge hier auf eine grobe und vielleicht auch gedankenlose Weise vereinfacht werden. So einfach funktioniert kein Mensch, keine Krankheit, kein Gesundheitssystem. Könnte es nicht auch andere Gründe dafür geben, dass jemand an einer sogenannten “Wohlstandskrankheit” leidet? Könnte es nicht andere Gründe dafür geben, dass das Gesundheitssystem so überlastet ist? Strukturelle? Organisatorische? Politische? (Außerdem hätte ich mich auch über ein paar Fakten und Nachweise gefreut.)

Schnell wird mir klar, es geht nicht um Spaß, es geht zum Teil um Egoismus, aber hauptsächlich um Konsum. Wie jede_r bemerken kann, weil es einem aus Zeitungsartikeln, dem Fernsehen, dem Internet und sonst wo entgegenspringt: Veganismus ist hip, coll, Lifestyle. Und daher nichts für Dogmatiker_innen, Aktivist_innen, Moralist_innen. Denn denen geht es in der Mehrzahl nicht um ihren eigenen Körper, um ihre eigene Gesundheit, um ihr eigenes Wohlbefinden. (Oder zumindest nicht in dem Maße, in dem dieser neue Lebensstil das gerne hätte.) Und erst recht nicht um Spaß! (Oder vielleicht doch?) Es geht ihnen um Politik, Ethik und gesellschaftliche Veränderung. Vielleicht haben sie auch ökologische Gründe. Dass Veganismus auch oft “Verzicht” bedeutet, ist ihnen egal. Aber Verzicht ist in einer Konsumgesellschaft nicht wünschenswert. Uns allen wird doch tagtäglich eingebläut, dass wir alles haben können. Wir leben ja nicht in Kriegszeiten oder in der DDR! Wir müssen nicht verzichten, wir wollen nicht verzichten. (Außer, wir haben kein Geld. Aber dann können wir uns die schicken veganen Produkte sowieso nicht leisten und müssen leider Bohnen essen.) Und wenn wir es tatsächlich freiwillig tun, gelten wir als “extrem”. Muss es denn wirklich sein, dass diese_r Veganer_in neben den anderen sitzt und es wagt, einen Salat ohne Dressing zu essen, weil es kein veganes Dressing gab? Nur weil sie/er ernsthaft aus ethischen Gründen keine Mildprodukte essen will? Das ist doch total extrem!

Dogmatiker_innen wie diese sind schädlich für die Konsumgesellschaft, denn sie tragen wahrscheinlich nicht dazu bei, dass sich der Markt für vegane Produkte erfolgreich vergrößern kann. Sie verzichten, sie hinterfragen, sie boykottieren. Und früher sorgten sie auch noch für ein schlechtes Image von veganen Produkten.Wer will schließlich schon ein Tofuwürstchen auf den Grill schmeißen? Da wird man doch automatisch für eine_n Spinner_in gehalten. Also muss man es schaffen, dass vegane Produkte nicht mehr mit diesen Menschen in Verbindung gebracht werden. Sie sollen nicht “extrem” wirken, sondern hip und gesund. Sie müssen einfach Spaß machen! Schließlich will man sie einer immer größeren Zielgruppe verkaufen. Na, wenn das mal nicht nach hinten losgeht. Ich jedenfalls bleibe “Dogmatikerin”. Denn dieser Veganismus 2.0 macht mir keinen Spaß.

Nachträglicher Hinweis: Ich möchte mit diesem Blogeintrag nicht zwischen “guten” und “schlechten” Veganer_innen unterscheiden, denn solche Kategorien sind unsinnig und falsch. Mir ging es nur darum, darauf hinzuweisen, dass eine Loslösung  des Veganismus von seinen ethischen und politschen Wurzeln die Bewegung immer schwächer macht, egal wie viele Produkte es für uns gibt. Wenn wir uns alle gegenseitig zerfleischen, halte ich das auch für kontraproduktiv. Deshalb habe ich die Kommentare gelöscht, in denen behauptet wird, bestimmte Veganer_innen seien keine “richtigen” Veganer_innen. Ich werde das auch in Zukunft tun.

Montag

31

März 2014

16

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Vegane Spätzle & Spätzleauflauf

spätzel casserole

Weil ich meinen Foodblog, bei dem es oft um deutsches Essen geht, auch auf Englisch schreibe, bekomme ich oft Rezeptanfragen aus Nordamerika. Mir schreiben Leute, die deutsche Verwandte oder Vorfahren haben und die sich an ein deutsches Rezept erinnern, dass diese Verwandten für sie gemacht haben. Ich finde es immer sehr toll, dass diese Menschen mir ihre Geschichte erzählen und darüber berichten, warum sie ein bestimmtes Gericht so gerne mögen, wer es für sie gekocht hat und welche Erinnerungen sie damit verbinden. Sehr spannend ist auch, dass ich von den Gerichten oder Variationen, nach denen ich gefragt werde, oft (oder in dieser bestimmten Form) noch nie etwas gehört habe. Es ist faszinierend, wie viele Rezepte sich verändern, weil sie mit anderen Zutaten oder anderen Zubereitungsmethoden hergestellt werden. Zum Beispiel Brezeln. Als ich das erste Mal davon hörte, dass man Brezeln in den USA großzügig mit Senf beschmiert, fand ich das sehr merkwürdig. Senf gehört schließlich zur Brat- oder Bockwurst! Oder dass viele Leute in Nordamerika sämtliches Laugengebäck, egal welche Form, als Pretzel bezeichnen. Das geht doch nicht! Oder Kartoffelsalat. Kartoffelsalat wird nach meiner Meinung mit Mayonnaise und Fleischsalat und vielleicht mit untergemischten hartgekochten Eiern gemacht, aber doch nicht mit Essig! Aber genau diese süddeutsche Essigvariante wird in den USA als German Potato Salad bezeichnet. Da fühlt man sich doch übergangen!

Das sind nur zwei Beispiele, wie sich Rezepte, Essgewohnheiten und Traditionen verändern können. Ein sehr interessantes Thema. Denn natürlich sollte man nicht beleidigt sein, wenn der German Potatp Salad nicht der “norddeutsche” sondern der “süddeutsche” Kartoffelsalat ist. Es gibt durchaus Erklärungen dafür. Das könnte mit bestimmten Einwanderungswellen zu tum haben oder damit, dass seit dem Zweiten Weltkrieg US-Truppen in Süddeutschland stationiert sind und eben nicht in Norddeutschland. Und es ist doch sehr spannend zu sehen, was so aus dem Essen wird, wie es sich verändert, welche Zutaten hinzugefügt oder weggelassen werden und mit welchen anderen Gerichten oder Beilagen das Ganze dann kombiniert wird. Gerade für uns Veganer_innen hört sich das doch sehr bekannt an. Denn wie ich sage, dass man eine Brezel doch nicht mit Senf essen kann, so sagt ein_e Fleischesser_in, dass man aus Tofu doch keinen Schinken machen kann und sowieso, wieso nennen wir unsere Tofuwurst denn nicht anders? Und wenn ich der Meinung bin, dass man seinen Kartoffelsalat auf gar keinen Fall mit Essig machen kann, dann mein jemand anderes, dass man sein Müsli auf keinen Fall mit einer aus Sojabohnen gewonnenen Flüssigkeit namens Sojamilch essen kann. Es ist Tradition, es ist Gewohnheit, es ist das, woran wir gewöhnt sind und was wir gerne verteidigen. Denn schließlich sind wir so sozialisiert, es gehört zu unserer Kultur, es ist nur so original. Aber manchen Leuten ist das egal. Oder sie haben keinen Zugang zu den “Original”-Zutaten. Oder sie wollen viele dieser traditionellen Zutaten, auf denen unsere gesamte Esskultur- und tradition beruht, eben nicht essen: Eier, Käse, Fleisch. Und so ändert sich die Sichtweise auf “traditionelle” Gerichte und Lebensmittel ganz grundlegend. Man ersetzt Zutaten, manchmal nennt man Dinge “Wurst” oder “Steak” oder “Milch” auch wenn andere denken, das sei unangemessen. Aber eigentlich ist das nicht unangemessen sondern kreativ. Wer sagt, dass wir alte Traditionen nicht ändern dürfen? Vielleicht begründen wir gerade einen neue Tradition? Vielleicht ist uns die Tradition egal und wir haben einfach nur Hunger. Auf jeden Fall haben wir uns ein leckeres neues Gericht gekocht, egal mit welchen Zutaten, egal wie wir es nennen. Und irgendwie muss es ja schließlich heißen! Wie soll ich meine Tofuwurst denn sonst nennen?

So oder so ähnlich habe ich auch meine Meinung über Käsespätzle geändert. Und dann einfach das Gericht geändert. Lange Zeit dachte ich nämlich, dass Käsespätzle sind nicht zu veganisieren sind. Denn erstens macht man Spätzle immer mit Eiern. Zweitens braucht man dafür ein Spätzlebrett. Und drittens gibt es nicht einen vernünftigen veganen Käse, mit dem man Käsespätzle herstellen könnte! Oder es gibt ihn und man muss ihn erst online bestellen. Irgendwann war mir das egal. Man kann Spätzle nämlich selbstverständlich auch ohne Eier machen, man kann außerdem einen Spätzlehobel benutzen auch wenn die Spätzle dann Knöpfle heißen und man kann statt Käsespätzle einfach einen sehr leckeren und cremigen Spätzleauflauf machen. Hach, das war ein langer Lernprozess. Aber lecker und eben auch etwas Neues.

spaetzlehobel

Ich habe ein bisschen herumexperimentieren müssen, bevor ich mit meinen Spätzle zufrieden war. Ich habe zunächst Dinkelmehl (T 630) und Kichererbsenmehl benutzt und das führte zu einem relativ flüssigen Teig. Die Spätzle wurden sehr unregelmäßig und waren mach dem Kochen nicht ganz durch. Daraufhin habe ich ein Mehl hinzugefügt, dass gemeinhin zur Pastaherstellung benutzt wird: Durum- oder Hartweizenmehl. Dieses Mehl nimmt mehr Wasser auf als Dinkel- oder Weizenmehl, der Teig war daraufhin etwas dicker und die Spätzle wurden richtig gar. Auch ihre Textur fand ich super:

spätzle

Zum Vergleich Spätzle mit Dinkel- und Kichererbsenmehl:

20140314-DSC05537-2

Ich werde beide Rezepte zur Verfügung stellen. Für den Dinkelmehlteig ist es vielleicht hilfreich, wenn man das Wasser um ca. 50-60 ml reduziert.

Spätzle mit Dinkelmehl:

210 g Dinkelmehl (T 630)
240 ml Wasser
1/2 TL Salz
30 g ( 4 EL) Kichererbsenmehl

Spätzle mit Durummehl:

90 g Durummehl (Hartweizenmehl)
120 g Dinkelmehl (T630) oder Weizenmehl
240 ml Wasser
1/2 TL Salz

Vorgehensweise für beide Versionen:

Mehle in eine Schüssel geben, Wasser und Salz dazugeben. Alles mit einem Holzlöffel glattrühren und 30 Minuten ruhen lassen.

spätzle batter

Währenddessen einen großen Topf mit 2 Litern Salzwasser füllen und zum Kochen bringen. Einen EL Olivenöl dazugeben und den Spätzlehobel auflegen. Die Hälfte des Teigs einfüllen und die Spätzle in den Topf reiben.

making spätzle

Kochen bis die Spätzle an die Oberfläche kommen, ca 1-2 Minuten. Dann in ein Sieb geben und die restlichen Spätzle kochen.

Spätzleauflauf (4 Portionen)

1 Portion Spätzle nach obigem Rezept hergestellt

60 g (4 EL) Haselnussbutter
15 g (4 EL) Hefeflocken
1 EL Tahin
1 EL Zitronensaft
2 Zwiebelpulver
1 TL mittelscharfer Senf
1 1/2 TL Salz
2 EL Mehl
1 Knoblauchzehe gehackt
1/2 TL Paprikapulver
Pfeffer zum Abschmecken
480 ml Wasser

Spätzle in eine Auflaufform geben und den Ofen auf 200°C vorheizen. Alle Zutaten für die Sauce  in einen Mixer geben und sorgfältig pürieren. In den Ofen stellen und ca. 30 Minuten backen. 10 Minuten abkühlen lassen und dann servieren. Damit es netter aussieht, habe ich die einzelnen Portionen danch dem Backen in kleine Auflaufformen gegeben und sie so serviert.

 

Freitag

21

März 2014

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Kohleintopf mit Kartoffeln, Kichererbsen und Grünkohl

stew

Eintöpfe sind toll. Man kann alles reintun, insbesondere das Gemüse, das schon seit einer Woche verloren im Kühlschrank herumliegt. Eintöpfe sind außerdem einfach und gelingen fast immer. Man muss ja nur die Zutaten kleinschneiden, Flüssigkeit angießen, ein paar Gewürze dazutun und kann den Topf dann einfach vor sich hinkochen lassen, während man was anderes macht.

Ich hatte von meinem letzten Gericht noch einen halben Kohlkopf und Kartoffeln übrig. Kohl ist günstig und Kartoffeln sind es meistens auch. Ein bisschen aufgemotzt habe ich das ganze mit Grünkohl und Kichererbsen, so dass daraus ein fantastisches Alltagsgericht wurde.

stew

rezept

Kohleintopf mit Kartoffeln, Kichererbsen und Grünkohl

1 große Zwiebel, gehackt
3 Knoblauchzehen, zerdrückt
1 EL Olivenöl
500 g blanchierter oder roher Kohl, in feine Streifen geschnitten
1 l Gemüsebrühe
50 g Räuchertofu. gewürfelt
400 g festkochende Kartoffeln, grob gewürfelt
1/2 TL getrockneter Oregano
1/2 TL getrockneter Thymian
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
1 400g Dose Kichererbsen, abgegossen
100 g Grünkohl, in Streifen geschnitten

*Mein Kohl war blanchiert, weil er noch von den Kohlrouladen übrig war. Man kann auch rohen Kohl nehmen.

Zwiebeln und Knoblauch in Öl anbraten. Kohl dazugeben und fünf Minuten anbraten. Dann Gemüsebrühe und Räuchertofu dazugeben. Zum Kochen bringen, Kartoffeln, Oregano, Thymian, Salz und Pfeffer dazugeben und abgedeckt kochen, bis die Kartoffeln gar sind. (20 Min) Kichererbsen und Grünkohl dazugeben und abgedeckt zehn weitere Minuten kochen lassen. Mit Stampfkartoffeln oder frischem Brot servieren.

Montag

17

März 2014

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Kohlrouladen mit Stampfkartoffeln und “Specksauce”

cabbage rolls

Diese Woche war so schön warm und sonnig und ich bin im Frühlingsrausch! Aber leider sehen das die Gemüseregale im Supermarkt noch anders. Natürlich, so schnell kann der Kram ja auch nicht wachsen. Also gibts es jetzt noch ein bisschen Wintergemüse, und zwar in Form von Kohlrouladen.

Kohlrouladen repräsentieren die deutsche Küche wie fast nichts anderes: Packen wir möglichst viel Fleisch und Kartoffeln auf den Teller und verstecken das Gemüse. Dass gelingt mit dem Kohl im blassen Tarnkostüm natürlich besonders gut! Ja, hübsch ist das nicht und man findet es bestimmt nicht in den tollen Lifestylemagazinen oder auf unseren liebsten Pinterest-Boards. Und dann noch der ganze Aufwand! Allein schon beim Aufschreiben des Rezeptes komme ich ins Schwitzen. (Ja, jetzt schon, denn ich habe ja bereits die englische Version geschrieben.) Wie kriegt man es hin, diese Kohlblätter abzumachen, ohne dass sie gleich in hundert Einzelteile zerreißen? Also, nicht hübsch, nicht einfach, aber trotzdem einfach super lecker. Ganz besonders dann, wenn man sie mit Reis, Tempeh, und Erdnüssen füllt. Und dazu “Specksauce” und Stampfkartoffeln! Übrigens ist das Abziehen der Blätter sehr einfach, wenn man einfach den Kohlkopf in einem großen Topf auf einen Dämpfeinsatz setzt und am Stück dämpft. So kann man nach ein paar Minuten die äußeren Blätter sehr leicht abziehen. (Wir brauchen davon nur zwölf. Für die Reste habe ich aber schon ein Eintopfrezept an den Startlöchern. Oder Ihr probiert dieses.)

Kohlrouladen (6 große Rouladen)

190 g Naturreis
500 ml Gemüsebrühe oder Wasser
1 großer Weißkohl
200 g Tempeh
1 EL Öl
1 große Zwiebel, fein gehackt
1 rote Paprikaschote, fein gehackt
1 TL getrockneter Thymian
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
80 ml Gemüsebrühe
35 g geröstete und gesalzene Erdnüsse
2 TL Sojasauce
2 TL Paprika, mild oder scharf
mehr Salz und Pfeffer zum Abschmecken
250 ml Gemüsebrühe

Reis in einen Topf geben und 500 ml Wasser dazugeben. Kurz aufkochen und dann köcheln lassen, bis der Reis gar ist. Evt. etwas mehr Gemüsebrühe oder Wasser hinzugeben.

Einen großen Topf mit Dämpfeinsatz mit etwas Wasser füllen und zum Kochen bringen. Kohlkopf mit dem Strunk nach oben hineingeben. Deckel drauf und fünf Minuten garen. Dann am besten Ofenhandschuhe anziehen und die beiden äußeren Blätter mit einem Messer abschneiden. Sie sollten sich sehr einfach mit einer Gabel lösen und danach vollständig abziehen lassen. Danach wieder den Deckel drauf, Kohl ein bis zwei Minuten dämpfen und weitere zwei Blätter abziehen, usw. Insgesamt braucht man 12 Blätter.

Kohl

Danach den restlichen Kohl herausnehmen und im Kühlschrank aufbewaren. Jetzt das Tempeh in den Dämpfeinsatz geben und ca. 10 Minuten dämpfen. Das Tempeh verliert dadurch seine bittere Note. Beiseite stellen.

Einen EL Öl in eine große Pfanne geben. Zwiebel und Paprika ca. fünf bis sieben Minuten braten. Die Zwiebel sollte etwas braun sein. Tempeh hineinbröseln und Thymian, Salz und Pfeffer dazugeben. Nochmal ca. fünf Minuten braten. (80 ml Brühe und Erdnüsse in einen Mixer oder eine Küchemmaschine geben. (Stabmixer geht natürlich auch.) Tempeh dazugeben und alles ein wenig pürieren. Das muss gar nicht perfekt sein, es sollte nur eine klebrige Masse entstehen.

Diese Mischung zusammen mit dem gekochten Reis, der Sojasauce und dem Paprikapulver in eine große Schüssel geben und alles gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ofen auf 200°C vorheizen. Eine große Auflaufform für alle sechs oder zwei kleine Auflaufformen für jeweils drei Rouladen bereitstellen.

Ein Kohlblatt auf die Arbeitsfläche legen und 1/6 der Füllung darauf verteilen. Die Ecken einschlagen und das Blatt aufrollen. Jetzt mit dem Saum nach unten auf ein zweites Blatt legen und das Ganze wiederholen. Die Roulade wiederum mit dem Saum nach unten in die Form legen. Die übrigen Rouladen ebenso füllen. Mit 250 ml Gemüsebrühe auffüllen oder bei zwei Formen die Brühe gleichmäßig aufteilen und in jede Form ca. 125 ml gießen. Mit Aluminiumfolie abdecken und 45 Minuten garen. Folie entfernen und nochmal 15 Minuten garen oder grillen.

Währenddessen Stampfkartoffeln und “Specksauce” vorbereiten.

Füe die Stampfkartoffeln:
750 g festkochende Kartoffeln
120 ml Sojamilch, ungesüßt
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum Abschmecken

Kartoffeln schälen, vierteln und in einen großen Topf mit ausreichend Salzwasser geben und gar kochen (20-25 Minuten). Abgießen. Sojamilch und Öl in den Topf geben und erhitzen, dann die Kartoffeln wieder dazugeben und mit einer Gabel zerdrücken. Dabei Milch und Öl unterrühren.

Für die “Specksauce” (veganisierte, abgewandelte Version dieses Rezeptes)
1 Zwiebel, fein gehackt
1 EL Öl
150 g Räuchertofu, fein gewürfelt
1 EL Tomatenmark
1 EL Mehl (oder Stärke)
240 ml Gemüsebrühe
1/4 TL getrockneter Majoran
1/4 TL getrockneter Thymian
1/4 TL getrockneter Oregano
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zwiebel und Öl in eine Pfanne geben und die Zwiebel karamellisieren. Wenn sie schön braun ist, den Tofu dazugeben und knusprig braten. Tomatenmark, Mehl und Gemüsebrühe dazugeben. Alles gut verrühren und ca. fünf Minuten einkochen lassen bis die Sauce ein bisschen eingedickt ist.

Sobald die Rouladen fertig sind, können sie mit der Sauce und den Kartoffeln serviert werden.